Wie sich der Körper aufrichten kann

 

Wir sind alle aufrecht gemeint, unsere WS ist von Geburt an total aufrecht, im Sitzen. Wenn sie nicht eine angeborene Fehlstellung hat.

Wir brauchen uns nur kleine Kinder anschauen, wenn sie beginnen zu sitzen, sie sitzen völlig gerade.

Hier sind Fotos von meiner Nichte als sie 6 Jahre alt war. Oder schauen sie sich ihre Kinder oder Enkerln an – sie sind bis zu einem gewissen Alter, oft bis zum Schulalter, oft auch länger ganz aufrecht im Sitzen.

Im Stehen hat die WS eine Doppel – S – Form, aber auch die sollte nicht zu ausgeprägt sein, denn ansonsten haben wir oft Beschwerden in der HWS- bzw. LWS.

 

Die Gründe warum sich die WS mit der Zeit krümmt sind oft ganz verschieden:

Körperliche Belastungen, wie schweres Heben, eine      einseitige Arbeitshaltung…….

Seelische Belastungen, wie Stress in jeglicher Form oder Schicksalsschläge

Aber auch

Unfälle, Verletzungen, Operationen, zu langes Sitzen, schlampiges Sitzen, Bauchlage beim Schlafen falscher Polster (40x80)

Da gibt es wie gesagt viele Gründe, aber diese aufrechte Haltung, so wie wir auf die Welt gekommen sind, ist in unseren Zellen gespeichert  - wir können sie wieder einnehmen.

In erster Linie geht es darum wahrzunehmen, wie meine momentane Haltung ist.

 

Schauen, bzw. spüren wir einmal:

Wo sind meine Schultern?  Vorne, nach oben gezogen,  hängend……

Wie sitze ich momentan, wie fühlt sich mein Rücken an? Rund, aufrecht?

Wie fühlt sich mein Brustkorb an? Frei oder eng, zusammengedrückt?

Wo ist mein Kopf?  Sitzt er gerade auf der WS? Ist er etwas zu weit vorne?

Wie geht’s meinem Nacken?

Am WS – Säulenstativ die einzelnen Haltungen und Auswirkungen zeigen

In meinen Sitzungen spiegele ich die Körperhaltung meiner Kunden und ich zeige ihnen Schritt für Schritt wie sie sich wieder aufrichten können. Vielen meiner Kunden geht es sogar nach der ersten Sitzung schon um Einiges besser. Es dauert aber schon mehrere Sitzungen und einige Zeit bis wir uns die “ neue“ Haltung angewöhnen.

Wichtig ist auch wirbelsäulenge­rech­tes und schonendes Stehen und Schlafen und natürlich auch Arbeiten, soweit es möglich ist – all das wird in den einzelnen Sitzungen besprochen.

Dazu kommt, dass es uns sehr bald oder auch mit der Zeit innerlich besser geht, denn mit jeder Haltung ist ja auch ein innerliches Gefühl verbunden. Wir kennen das, wenn wir traurig oder niedergeschlagen sind, oder aber wenn wir uns freuen, uns frei fühlen, dann richten wir uns auf.

Wenn wir uns aufrichten haben die Bandscheiben wieder ihren Platz, die Nerven  werden nicht beengt und können alle Körperteile und die Organe besser versorgen.

Die Lunge hat mehr Platz wir können freier atmen, das Herz hat wieder genug Raum, der Magen und die Gedärme sind nicht so zusammengedrückt, die Organe im Beckenboden drückts nicht so nach unten.

 

Das probieren wir jetzt gleich einmal aus – schließen wir die Augen und nehmen einmal wahr wie wir sitzen und dann legen wir eine Hand auf das Brustbein und  heben es nach oben.

 Wie fühlt sich nun der Brustkorb an….. atmen wir ein paarmal tief durch und spüren wir wieviel Platz die Lunge jetzt für Atmung hat.

Kurz halten und dann wieder locker lassen….

das ist  schon ein Schritt in die richtige Richtung….

 

Sich aufrichten tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Seele